StartseiteSelbstmotivationVermeidungsstrategien

Es gibt 6 Vermeidungsstrategien:

1. Aufschieben 2. „Vogel Strauß“ 3. Verleugnen
4. Projektion 5. Schuldzuweisung 6. Vermeiden

Die V-Strategie wirkt konträr zu den Mot-Programmen:
Eine Handlung, die wir tun sollen/müssen verursacht Unlustgefühle. Genauer ausgedrückt: Die kognitive (gedankliche) Vorstellung der Handlung verursacht Unlustgefühle. Dadurch verschiebt sich der E-Haushalt in den negativen Bereich.
Zunächst ist der Handlungsdruck nicht stark genug und wir geben den Unlustgefühlen nach. Dazu benutzen wir eine der 6 V-Strategien. Die V-Strategie sorgt für einen E-Ausgleich.
Doch mit der Zeit wird der Handlungsdruck so stark, dass der Schmerz (Unlustprogramm) so groß wird, dass der notwendige Handlungsdruck entsteht. Die Ursache: Durch den starken Schmerz werden höher stehende Motivatoren aktiviert (z.B. Primärmotive bzw. Werte).
Wir handeln (endlich).

Zusammenfassung V-Strategie:

Mit der V-Strategie gleichen wir kurzfristig den E-Haushalt aus. Mittel- bzw. langfristig gehen wir eine Energieschuld ein, die bis hin zu psychosomatischen Beschwerden führen kann.

Das Aufschieben

Hier bedarf es wohl keiner großen Erklärung. Jeder kennt Menschen, oder gehört vielleicht zu ihnen, die gerne alles auf morgen oder in die Zukunft verschieben. Den Widerstand, eine Veränderung anzugehen und jetzt zu beginnen, kommt in folgenden Formulierungen zum Ausdruck:
- „Morgen fange ich an.“
- lass uns das später machen
- wenn ich das und das gemacht habe, dann fange ich damit an
- im Augenblick habe ich keine Zeit
- demnächst werde ich...

Der "Vogel Strauß":

Wer, ähnlich wie der Vogel, den Kopf in den Sand steckt anstatt sich dem Problem zu stellen, wendet diese Strategie an. Diese Menschen wollen das Problem nicht sehen oder nicht wahrhaben. Sie Leben nach dem Motto:" Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. "
Sie möchten alle Schwierigkeiten unter den Teppich kehren.

Das Verleugnen:

Das verleugnen ist eine Steigerung des Vogel-Strauß-Verhaltens. Oft aus falscher Scham, Schuldgefühlen oder Hilflosigkeit will man sich nicht mit den Schattenseiten des Lebens befassen. Selbst wenn alles in Trümmern liegt, beteuern diese Menschen, dass es ihnen gut geht. Suchtkranke wenden diese Strategie fast immer an. „Er kann doch so nett sein.“ Sagt die Frau, die wieder mal geschlagen wurde„Es wird schon wieder.“„Nein, nein. Es ist alles in Ordnung.“


Die Projektion:

Dieser Begriff stammt aus der Psychologie. Negativer Verhaltensweisen oder Eigenarten werden bei anderen gesehen, nicht aber bei sich selbst. Es klingt fast es verständlich, dass die Projektion nur bei negativen Eigenarten angewandt wird, während positive Eigenschaften auf sich selber bezogen werden.

Die Schuldzuweisung:

Auch diese Strategie ist eine Methode, die Auseinandersetzung mit sich selbst zu vermeiden. Obwohl Menschen, die diese Strategie anwenden, auf den ersten Blick sehr stark wirken haben sie doch ein sehr schwaches Selbstbewusstsein. Sie begeben sich in die Opferrolle, da sie anderen die Verantwortung für Geschehenes übergeben. Diese Menschen sind oft auch aufbrausend, bzw. leicht erregbar.

Das Vermeiden:

Vermeiden ist ein unbewusstes Verhalten, um jeden Ärger, jeder Konfrontation aus dem Wege zu gehen. Diese Strategie kann dazu führen, dass der Körper selbst psychosomatische Beschwerden produziert (zum Beispiel Kopfschmerzen, Magenprobleme, Verdauungsstörung, Rückenbeschwerden), um den unerwünschten Verhalten auszuweichen.


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